Ausstellung beim ARTe Kunstsalon Konstanz

Einladung zur Ausstellung beim ARTe Kunstsalon Konstanz

Ich freue mich riesig auf die Ausstellung beim ARTe Kunstsalon in Konstanz. Vom 23. – 25. Juli könnt ihr meine Kunst live erleben.

Skulpturen, Sommer, Sonne, See – das wird wunderbar! Ich kann es kaum erwarten.

Die Öffnungszeiten sind:
Freitag von 17 – 21 Uhr,
Samstag von 11 – 20 Uhr und
Sonntag von 11- 18 Uhr.

Der Eintritt zur Ausstellung beim ARTe Kunstsalon in Konstanz ist frei. Voraussetzung sind die drei Gs: getestet, genesen oder geimpft. Ein großes Testzentrum ist in unmittelbarer Nachbarschaft. Für einen ganz enstpannten Besuch empfiehlt es sich, die Besuchszeit vorher unter arte-kunstmesse.de/tickets-konstanz/  zu buchen.

Für mich gibt es bis zur Ausstellung noch viel zu tun. Drückt mir die Daumen, dass ich die große Skulptur Im Einklang noch verwirklichen kann, die ich nach Konstanz mitnehmen möchte.

Phönix aus der Asche

abstrakte Skulptur im Garten

Phönix aus der Asche ist der Name meiner neuen Skulptur.

In meiner Werkstatt lag ein Klumpen Gips, an dem ich immer meine Gipsreste abgestrichen habe. Eines Tages dachte ich, dass aus diesem Klumpen etwas werden könnte und fing an, die Reste gezielt an bestimmten Stellen abzustreifen. Dann kam eine Phase, in der ich Material wegnahm, gezielt aufbaute, wegnahm und aufbaute. Der Klumpen begann zur Skulptur zu werden. Dabei durchlief er viele Metamorphosen, bis er schließlich zu seiner endgültigen Form fand.

Dieser Prozess hat mir Phönix aus der Asche besonders lieb gemacht. In allem ist ein Stück Schönheit verborgen, auch wenn es im ersten Moment nicht erkennbar ist. Man darf nur nicht aufgeben, danach zu suchen!

Phönix aus der Asche kann in drei verschiedenen Positionen aufgestellt werden und findet in jeder Lage ihr Gleichgewicht wieder. Eine sehr ausgeglichene Skulptur! In diesem Youtube-Video zeige ich ihre vielen Möglichkeiten: https://www.youtube.com/watch?v=1e-0Er3Qwlg

Wie ein Bär entsteht

Bär aus Beton

Wie ein Bär entsteht – da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Hier habe ich einen Bären aus Beton gegossen und hole ihn gerade aus seiner Form. Dieser Bär wurde schon vor 30 Jahren von mir in Ton modelliert. Weil er viele Freunde hat, habe ich jetzt einen Nachguss aus Beton gemacht.

In dem Youtube-Video Birth of a Bear hole ich den fertigen Guss aus seiner Form. Nach vielen Stunden des Formenbaus ist dies immer der spannendste Moment: Wie wird die Skulptur heraus kommen? Gibt es Luftblasen? Wie ist die Farbe geworden?

Ich finde, der Bär kann sich lassen.

Am Ende eines langen Lebens

Am Ende eines langen Lebens wurde auf der Online-Ausstellung On Being von Sculptors Alliance in New York ausgestellt. Anlässlich dieser Ausstellung erzähle ich, wie das Kunstwerk entstand: Wo ich das Holz gefunden habe, wie ich die Skulptur gestaltete, welche Werkzeuge ich verwendet habe und welche vermeintliche Enttäuschung am Ende den besonderen Charakter des Kunstwerks ausmacht.

Link zum youtube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=iGY5wq0jP8E

Das Holz schenkten mir Freunde. Ihr Kirschbaum hatte einen Ast verloren, den sie schon zu Brennholz gesägt hatten, als ich ihn entdeckte. Am Beginn entwerfe ich eine neue Skulptur mit einem kleinen Stück Knete. Anschließend säge ich das Holz mit der Kettensäge in Form, wobei mir das Knetemodell als Vorlage dient. Dann kommt der Punkt, an dem das Stück lebendig wird. Ich lege das Modell beiseite und lasse mich von den Linien und Kurven des Holzes leiten. Dieser Teil der Arbeit macht mir am meisten Spaß, denn es ist nicht mehr mein Verstand sondern meine Seele, die die Führung übernimmt. Gleichzeitig ist aber auch der anstrengendste Teil meiner Reise mit einem neuen Stück.

Ich wechsle von Kettensäge zu Feile un dann zu Schleifpapier. Ich liebe es, meine Hände über die glatten Oberflächen gleiten zu lassen und den Linien des Stücks zu folgen. Dieses Vergnügen verführt mich immer wieder dazu, nach Perfektion zu streben. In diesem Fall wurde die Perfektion beim Trocknen des Holzes zerstört, denn kleine Risse öffneten sich und verzerrten die glatten Oberflächen. Zuerst war ich enttäuscht, aber schon bald wurde dies das Merkmal, das ich an diesem Stück am meisten schätze, denn es erinnert mich an einen alten Menschen.

Das Leben fügt uns körperliche und seelische Wunden zu. An anderen Stellen schleift es uns glatt, macht uns sanft. Alles an einem Menschen gibt ein Zeugnis seines Lebens. Die Art und Weise, wie wir laufen, wie wir unseren Kopf halten, wie der Rücken sich wölbt, die Falten im Gesicht: All das erzählt von den Schwierigkeiten, die wir erlebten, wie wir mit ihnen umgegangen sind und wie wir heute leben.

So kam dieses Stück zu seinem Namen: Am Ende eines langen Lebens zeigt es sowohl Wunden als auch Sanftheit, wie wir Menschen.